Medien

Unter Medien versteht man im einfachsten Sinne zunächst etwas “Vermittelndes”. Das Wort leitet sich vom Lateinischen “medium” ab, das “in der Mitte” bedeutet. Ein Medium steht so gesehen zwischen einem Sender und einem Empfänger, es überträgt und vermittelt eine Nachricht. Ein Medium kann dabei jede denkbare Beschaffenheit haben. Im Grunde sind Rauchzeichen, Höhlenmalereien und primitive Sprachen ebenso als Medien zu begreifen wie das Internet, WhatsApp oder SnapChat. Ein Medium in diesem Sinne dient immer der Kommunikation und funktioniert mindestens einseitig, also vom Sender zum Empfänger. Seitdem Massenmedien wie Radio, Fernsehen und Zeitungen in unseren Gesellschaften eine immer größere Rolle spielen, wird der Begriff “Medien” insbesondere für sie als Synonym verwendet. Dann meint man damit Medien, die nur einen Sender haben, aber über die eine unbestimmte Vielzahl von Empfängern erreicht wird.

 

Entwicklung von Medien

Wann immer Kommunikation zwischen Menschen stattfindet, benötigen diese ein Medium. Das können Gesten und Mimik sein, mit der man auf das Verhalten eines anderen reagiert. Weil Menschen schon immer miteinander in Kontakt treten wollten, beginnt die Mediengeschichte deswegen sehr früh. Sprache, Riten, Malerei – alles Medien, durch die bestimmte Botschaften vermittelt werden sollten. Dabei stiegen die Voraussetzungen für eine gelingende Kommunikation im Laufe der Zeit immer weiter an, das gegenseitige Verstehen wurde immer komplexer. Der Medientheoretiker Harry Pross sortiert Kommunikation beispielsweise nach den Bedingungen für ihre Entstehung und den Empfang der Nachrichten: Zunächst war beides elementar, beispielsweise bei einer primitiven Sprache. Im zweiten Schritt wurde für die Nachrichtenerstellung ein Gerät – beispielsweise Briefpapier und Tinte – nötig, nicht aber für ihren Empfang. Darauf folgte die Stufe, in der Sender und Empfänger Geräte benötigten, um die Kommunikation zu vollziehen, Beispiel Radio. Mittlerweile brauchen beide Seiten Geräte, müssen aber weder am selben Ort noch zur selben Zeit kommunizieren.

Veränderung durch das Internet

Das Gebiet der Kommunikation und Medien wird in großen zeitlichen Abständen von großen Veränderungen komplett umgekrempelt. Die letzte ihrer Art war sicherlich der Buchdruck, der es plötzlich möglich machte, Nachrichten in großer Anzahl zu kopieren und auszusenden. Zuvor hatte jedes Buch mühsam per Hand abgeschrieben werden müssen, jetzt konnte man es plötzlich nachdrucken. Die letzte Veränderung dieser Art war das Aufkommen des Internets. Hier verwischen die Grenzen zwischen Sender und Empfänger, jeder User ist beides gleichzeitig. Beim Online-Shopping beispielsweise stellt ein Anbieter wie Revolutionrace.de sein Angebot online, was im Grunde seiner Nachricht an eine undefinierte Empfängergruppe entspricht. Als Käufer empfängt man diese Botschaft, beschäftigt sich mit ihr und bestellt etwas. Damit wird man selbst vom Nachrichtenempfänger zum Sender und das innerhalb weniger Minuten. Das Internet macht die Rollen in der Kommunikation flexibler und beschleunigt sie.